Aus der Moinsen-Werkstatt ↗ 01
Vom Kaffeegespräch zum Verpackungsbegleiter.
Pakete verschicken sollte sich lohnen. Auch für kleine Unternehmen. Warum verbringen wir dann so viel Zeit damit, die Daten zum Karton zusammenzusuchen?
01 / Der Anfang
Ein Kaffee. Eine Frage, die bleibt.
Bei einem Kaffeegespräch landeten wir beim Versand in andere EU-Länder: kleine Umsätze, viel Verwaltungsarbeit. Ich wollte wissen, welchen Teil davon Software tatsächlich abnehmen kann. Aus der Recherche wurde ein erster Prototyp.
MONOMOTTE beschreibt das Problem öffentlich: viel Arbeit mit Verpackungsdaten und eine Pause beim EU-Versand. Ein Anlass, genauer hinzusehen.
Den Beitrag bei MONOMOTTE lesenÖffentliche Problembeschreibung, keine Zusammenarbeit oder Kundenreferenz.
02 / Ein Blick hinein
Eine Rechnung rein. Klarheit raus.
Drei Schritte am Beispiel des erfundenen Shops „Papierhafen“. Die Artikel gibt es wirklich. Rechnung und Lieferantenantwort sind fiktiv.
Zwei Kartons. Noch keine verlässlichen Packdaten.
Die Testrechnung enthält Artikelnummern und Stückzahlen. Gewicht und Material stehen nicht darauf. Der Prototyp hat beide Positionen aus dieser PDF erkannt.
Fiktiver Einkauf · reale Artikelnummern
- Gewicht je Karton
- —Fehlt
- Material
- —Fehlt
- Gewicht je Karton
- —Fehlt
- Material
- —Fehlt
03 / Zusammenarbeit im Kreislauf
Software bereitet vor. Menschen entscheiden.
Die Idee: Verpackungsdaten so aufbereiten, dass Unternehmen und ihre Bevollmächtigten oder anderen Fachpersonen damit weiterarbeiten können. Wer welche Aufgabe übernimmt, wird für den jeweiligen Fall vereinbart.
- KI
Unterlagen verstehen
KI kann Angaben aus Rechnungen und Belegen vorschlagen. Fundstellen, fehlende Werte und Widersprüche bleiben nachvollziehbar.
- Automatisierung
Arbeitsschritte verbinden
Das System kann Daten zuordnen, fehlende Angaben nach vereinbarten Regeln anfragen und Rückmeldungen einem Vorgang zuordnen.
- Mensch
Prüfen und handeln
Bevollmächtigte oder andere zuständige Fachpersonen prüfen die Angaben, stellen Fragen und übernehmen die vereinbarten Aufgaben. Nötige Unternehmensentscheidungen bleiben beim Unternehmen.
- Rücklauf
Klärung fließt zurück
Fragen und Korrekturen gehen zurück in den Vorgang. Nach Klärung kann eine aktualisierte Fassung erneut geprüft und übergeben werden.
Dieser vollständige Kreislauf ist ein Konzept, noch keine erprobte Zusammenarbeit mit Bevollmächtigten. Der Prototyp unterstützt bisher Teile der Datenbeschaffung und begrenzte Lieferantenkommunikation; Übergabe, Mengenmeldung und fachlicher Rücklauf sind noch nicht umgesetzt.
04 / Der ehrliche Stand
Schon gebaut. Noch zu beweisen.
Im Prototyp geprüft
Die Datenarbeit
Testrechnung auslesen, passende Quellen finden, Belege zuordnen und Widersprüche erhalten. Anfrage → Erinnerung → Antwort wurde mit simulierten Mails durchgespielt.
Mailzugang separat mit einer echten Mail ans eigene Konto geprüft. Noch kein echter Lieferantenablauf.
Als Nächstes im Pilot
Der Nutzen im Alltag
Eine echte Rechnung, ein kleiner wiederkehrender Vorgang und ein Vergleich der aktiven Arbeitszeit. Rückfragen, Prüfung und Korrekturen zählen mit.
Zeit- und Geldersparnis sind bisher nicht nachgewiesen.
Das größere Ziel
Versand, der sich lohnt
Verpackungsarbeit möglichst selbstständig erledigen – und verstehen, für welche Länder sich der Aufwand noch rechnet.
Noch keine vollständige EU-Abwicklung, Mengenmeldung oder Länder-Kostenrechnung. Externe Ländergebühren verschwinden durch Software nicht.
Gemeinsam herausfinden, ob es hilft
Weniger Hinterherlaufen. Mehr Zeit für den eigenen Laden.
Ich möchte mit kleinen Unternehmen ein nützliches Produkt bauen. Dafür zählt zuerst ein ehrlicher Praxistest: Spart der gleiche Vorgang mit der Software mindestens die Hälfte der aktiven Arbeit – bei nachvollziehbaren, brauchbaren Daten?
Das ist ein vorgeschlagenes Testziel, kein gemessenes Ergebnis. Frei werdende Zeit und tatsächlich gesparte Ausgaben rechnen wir getrennt.
Über einen kleinen Pilot sprechenEin erster gemeinsamer Test ist kostenlos. Kein Abo und keine Referenzpflicht.